Ein Büroangestellter braucht so etwas nicht, ein Spiele-Enthusiast schon. Wer heute auf dem Netzwerkkarten-Markt bestehen will, muss schon etwas besonderes bieten und Bigfoot Networks hat darin Erfahrung. So hat das Unternehmen erkannt, dass Power-Gamer schnelle Reaktionszeiten benötigen. Das soll natürlich nicht heißen, dass die Killer 2100 höhere Transferraten beim Datendurchsatz erreicht, denn das hat nichts damit zu tun.

Besonders bei Shootern, bei denen die Spieler im Internet gegeneinander antreten, kann die Reaktionszeit beim Waffengebrauch über Sieg oder Niederlage entscheiden. Wer zuhause den Abdrücker betätigt, will auch, dass das Signal auf dem Online-Spieleserver so schnell wie möglich landet. Wenn der Schuss mit hoher Zeitverzögerung ankommt, der schießt ins Leere.
Letztendlich geht es darum, den Ping zum Server schneller zu machen. Die Bigfoot Killer 2100 ist eine Gigabit-LAN-Karte für den PCI-Express-x1-Slot, die über einen 400 MHz schnellen Netzwerk-Prozessor und 128 MByte DDR2-Arbeitsspeicher verfügt. Nicht nur der Rechenpower macht den Ping schneller. Der Treiber umgeht auch den klassischen Netzwerk-Stack des Windows-Betriebssystems von Microsoft und setzt stattdessen ein eigenes Verfahren bei Spielen ein.
Mitgeliefert wird eine Software, mit der man den Netzwerkverkehr am PC kontrollieren und die Bandbreite auf die verschiedenen Anwendungen verteilen kann. Dies könnte sich als nützlich erweisen, wenn man während des Spielens einen Voice-Chat-Dienst wie beispielsweise TeamSpeak benutzt oder gar Dateien herunterlädt. Bigfoot lässt sein Produkt im Lizenzverfahren von anderen Herstellern nachbauen. Demnächst wird es Produkte von Golden Arrow, Leadtek, TUL und VisionTek geben, die auf dem Referenzdesign der Bigfoot Killer 2100 basieren. Der empfohlene Verkaufspreis beträgt 129 US-Dollar beziehungsweise 110 Euro.