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Intel versetzt Larrabee ins künstliche Koma

In der Geschichte hatte Intel bereits mehrmals Grafikchips angekündigt, die Nvidia oder ATi das Fürchten lernen sollten. Am Schluss schmunzelten die Konkurrenten nur noch.
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Ganz im Gegensatz zu Prozessoren hat Intel bei Grafiklösungen kein glückliches Händchen. Seit über einem Jahrzehnt eilt Intel der Ruf nach, in punkto 3D-Grafik nur untere Mittelklasse zu sein. Da hilft auch nicht das Argument, man sei der größte Grafikchipproduzent der Welt. Letzteres stimmt sogar, doch sagt es nichts über die Qualität und tatsächliche Nutzung von Intel-Grafikchips aus.

intel larrabee block diagram
Blockdiagramm des Intel Larrabee

Dass Intels Grafiklösungen nur für Büroanwendungen und Videowiedergabe taugen, wird sich in der Zukunft nicht ändern. Das letzte große Projekt für einen dedizierten 3D-Grafikchip - Codename Larrabee - wurde jetzt endgültig auf Eis gelegt. Intel bemüht sich, nicht den Eindruck zu erwecken, es sei beerdigt.

intel pat gelsinger holding larrabee waver
Pat Gelsinger, hier noch mit Larrabee Waver, hat Intel bereits verlassen

Wie schon im Dezember angekündigt, betonte Intel-Mitarbeiter Bill Kircos erneut im Firmenblog, dass es eine diskrete Grafikkarte mit Larrabee nicht gegen wird, zumindest nicht kurzfristig. Stattdessen will man sich auf die Miniaturisierungen für den mobilen Markt und auf HD-Video konzentrieren.

Letztendlich können ATi und Nvidia nun aufatmen. Der 3D-Spielemarkt bleibt ihr Metier - ohne ernstzunehmende Konkurrenz.

Intel will Ergebnisse aus dem Larrabee-Programm in zukünftigen Lösungen verwerten, soweit dies möglich ist. Grundsätzlich werden auch bestehende Produkte weiterentwickelt. Es ist damit zu rechnen, dass IGPs schneller werden. Der nächste große Sprung soll mit Sandy Bridge erfolgen.

Quelle: Intel Blogpost |  Intel - Firmen-Info: Intel
Von Ingo Walters, aktualisiert am: 2010-05-27T17:26:33+02:00
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